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Googles teure Kinder

6. Juli 2008

Googles Konzerninterne Kinderbetreuung ist überfüllt. Um das Problem in den Griff zu bekommen, erhöhen die Verantwortlichen kurzerhand die Preise für einen Kindertagesplatz - auf bis zu 2400$ im Monat

Google wurde bereits zweimal in Folge vom Wirtschaftmagazin "Fortune" zum mitarbeiterfreundlichsten Unternehmen gewählt. Dieser Titel ist dem Konzern nun scheinbar zu Kopf gestiegen. Wie Spiegel-Online, n-tv und die sueddeutsche berichten, hat man im kalifornischen Mountain View die Gebühren für die Kinderbetreuung auf zuletzt 1710$ monatlich erhöht.

Preisliste Google Child Care Center
Quelle: valleywag.com

In einer E-Mail an die betroffenen Familien, erklärt das Management des Google Child Care Center (GCCC), die stufenweise Erhöhung der monatlichen Beiträge auf bis zu 2390$ für Altverträge. Neuanmeldungen sollen sofort mit dem entgültigen Satz einsteigen.

Laut Google-Sprecher Matt Furman bestand das Problem, daß auf 200 Kita-Plätze derzeit 900 Bewerbungen liefen. Mit dieser Maßnahme wolle man die Warteliste deutlich reduzieren. Gleichzeitig wird die Registrierungsgebühr für die Warteliste von 25$ auf 250$ angehoben. Getreu dem Motto: Die Nachfrage reguliert man über den Preis.

Mal kurz zum mitrechnen:
700 Plätze auf der Warteliste = 175.000$
200 Plätze zum mittleren Satz von 2290$ = 458.000$ monatlich

5,5 Millionen US-Dollar jährlich für 200 Kinder -
vielleicht sollte man nicht jedem Baby ein Laptop und einen Hammer zur Verfügung stellen!?!

 


  1. Rob

    einen laptop?

    bei den aktuellen preisen könnten die kleinen sich sogar 4 rechnern auslassen :)

  2. Jörg

    Boah …. und ich dachte die Kita-Preise in FN sind der Hammer ….
    Die Gegenrechnung muss abe so aussehen: Was müssen Google-Mitarbeiter verdienen, damit die Preise überhaupt zahlbar sind?

  3. Frank

    Also bei den Gewinnen von Google sollte man sogar meinen, den Kinderplatz gibts zum Arbeitsplatz dazu. 2400 Dollar pro Monat für einen Platz zu verlangen, das hat nichts mit Kinderfreundlich zu tun, darunter verstehe ich etwas anderes.

  4. Thomas

    Warum bietet man da nicht einfach einen populistischen, günstigen bis kostenlosen Tarif an und läßt die Steuerzahler den Rest draufzahlen? Ach ja, Privatwirtschaft…


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