Mit Alexander Graham Bell ist es mir erstmalig gelungen, ein Doodle als Trafficbringer für mich zu nutzen. Was es gebracht hat, lest Ihr in der Auswertung.
Zum Geburtstag von Graham Bell hat Google mal wieder ein nettes Doodle rausgebracht. Einen Screenshot hab ich leider versäumt, aber dafür haben wir ja den GoogleWatchBlog und seine Doodle-Sammlung. Verlinkt war das Doodle mit dem vollständigen Namen des Erfinders "Alexander Graham Bell".
Erste Auffälligkeit: Das Doodle war bereits vor 9:00 MEZ zu sehen. Ich mag mich täuschen, aber aus der Erinnerung heraus werden sämtliche Updates bei Google, auch das Aufschalten von Doogles, um 0:00 PCT durchgeführt. Ob es sich um ein Versehen handelt oder eine Änderung der Strategie werden wir beim nächsten Doodle herausfinden.
Der grobe Ablauf der Vorbereitungen dürfte klar sein: Augen auf, Rechner an, Doodle gesehen, Infos suchen, Artikel schreiben, Artikel verlinken - fast zwei Stunden rum.
Um 9:00 war der Artikel bereits vernünftig bei google.de gelistet, für "das Web" auf Platz 13, für "Seiten auf Deutsch" auf Platz 7, und hatte bis dahin laut Semmelstatz 61 Zugriffe. Gegen 10:30 ist die Platzierung leicht abgerutscht auf 9 und 16. Zugriffe bis dahin: 141. Bis 13:00 kamen so ca 40 Besucher stündlich. Eigendlich exorbitante Werte für diesen kleinen Blog, verglichen mit anderen Berichten über Doogle-Experimente aber doch recht wenig. Nun, gut, wer interessiert sich montags morgens schon für tote Wissenschaftler.
Um der abgerutschen Positionierung entgegen zu wirken, bat ich gegen Mittag einen Kollegen noch ein paar Bookmarks für den Artikel zu setzen und bekam auch kurz vor ein Uhr eine Fertigstellungs-Mail. Grober Fehler vermutlich, ab 14:00 war der Artikel für die Suche "im Web" nicht mehr unter den ersten tausend Ergebnissen und für die Suche "auf deutsch" auf Platz 10 abgerutscht.

Vermutung: Google hat auf unnatürlichen Linkaufbau erkannt, und die Seite abgewertet. Fraglich bleibt, warum der Artikel in den deutschen Ergebnissen nur um eine Position abgerutscht ist, bei den internationalen jedoch komplett entfernt wurde.
Feststellung: Es gibt mehr als einen Google Index. Bisher war ich davon ausgegangen, Google hätte einen großen Index und würde bei eingeschränkten Abfragen wie "nur Seiten auf Deutsch" lediglich einen Filter setzen. Da der Artikel aus dem "großen" Index gebannt wurde, kann dies nicht zutreffen. Bleibt die Frage, wieviele solcher Indices existieren und ob alle nach den gleichen Ranking Kriterien arbeiten.
Im weiteren Tagesverlauf pendelte das deutschsprachige Ranking um Position 10. Es kamen noch ca 5 Besucher stündlich.

Schlußfolgerung: Die meisten User nutzen Google.de mit der Standart-Einstellung "das Web". Nur ca. 10 % scheinen ihre Voreinstellung auf die lokale Suche nach "Seiten auf Deutsch" geändert zu haben.
Die letzte Suchanfrage nach "Alexander Graham Bell" kam um 02:45. Aktuell wird der Artikel in der Suche nach deutschsprachigen Seiten auf Platz 13 gelistet, bei der Suche nach Seiten aus Deutschland auf Platz 10. In der Suche für das gesamte Web ist der Artikel weiterhin nicht auffindbar.
Was hats gebracht
Es war definitiv eine interessante und lehrreiche Erfahrung mal bei einem Doodle mit zu ranken. Abgesehen davon hat es mir erst einmal die Statistik versaut. Nach 832 PageViews von 455 Unique Visitors im gesamten Februar, fallen die, laut Analytics, 208 Zugriffe, davon 177 eindeutige, doch deutlich ins Gewicht.
AdSense hat es leider den ganzen Tag über nicht wirklich geschafft, relevante Anzeigen für das Thema zu liefern. Somit ist die Gesamtzahl der AdSense Klicks mit grade mal vier auch erbärmlich niedrig.
Die Zugriffe auf die anderen Artikel im Blog lagen grob überschlagen doppelt so hoch wie im Durchschnitt. Falls nur ein paar der gestrigen Besucher sich entschließen sollten, Stammleser dieses Blogs zu werden, läßt sich die ganze Aktion noch als erfolgreiche Marketing Kampagne verkaufen.
Fazit: Ohne Themenrelevanz lohnt es sich nicht den Doodles hinterher zu laufen. Sofern eine Seite zum jeweiligen Doodle bereits passende Angebote bereitstellt, sollte sie dafür eh schon entsprechend gelistet sein. Hier würde sich Last Minute höchstens noch die Anpassung auf den exakten Suchbegriff anbieten. Bei Standart-Doodles wie zum Neujahr oder Valentinstag sind aber auch die Suchbegriffe jedesmal gleich, oder zumindest vorhersehbar.
Update: Zum 5.3. ist der Geburtstags-Artikel zusammen mit dieser Auswertung wieder auf den Plätzen 15 und 16 in den internationalen Suchergebnissen zu finden.




















